Wie kann ich mich im Tierschutz betätigen?

Viele Menschen, die unsere Tierschutzarbeit auf Instagram oder Facebook verfolgen, fragen uns, welche Möglichkeiten es gibt uns zu unterstützen. Wir freuen uns sehr über das Vertrauen, was uns entgegengebracht wird und dass wir Menschen zum Thema Tierschutz sensibilisieren können. Unabhängig davon, wie deine finanzielle Situation ist oder welche Vorkenntnisse du im Tierschutz hast, es gibt immer eine Möglichkeit zu helfen. Wir unterscheiden passive und aktive Tierschutzarbeit und sind der Meinung, dass jede Handlung eine positive Auswirkung auf den Tierschutz haben kann. Wir bedanken uns an dieser Stelle, dass du dich für das Thema interessierst.

Passive Tierschutzarbeit

Im Tierschutz spielt der kritische Blick auf unsere Erde, die Tierwelt, die Pflanzenwelt eine entscheidende Rolle. Aufklärungsarbeit und Überzeugungsarbeit sind elementar. Auch passive Handlungen, sprich der Verzicht auf bestimmte Produkte und Lebensweisen, sind eine Art Tierschutz. Folgende Empfehlungen möchten wir dir an die Hand geben, wenn du dich passiv im Tierschutz betätigen möchtest:
  • Vermeide Produkte, die Tierleid verursachen: Du kannst dich für Produkte entscheiden, die nicht auf Kosten von Tieren hergestellt wurden, wie zum Beispiel vegetarische oder vegane Lebensmittel. Kosmetikprodukte, die nicht an Tieren getestet wurden und Kleidung, die ohne tierische Materialien hergestellt wurde. Bei Peta bekommst du einen Überblick, welche Kosmetika vegan sind, findest du auf: https://tierversuchsfrei.peta-approved.de/. Vegane Kosmetik bedeutet, dass weder tierische Inhaltsstoffe verwendet werden, noch Tierversuche durchgeführt wurden.
  • Verzicht auf Zoobesuche und Aquarien
  • Respektiere lokale Vorschriften: Beachte örtliche Gesetze zum Tierschutz z.B. durch Vermeidung von Tierquälerei, Respektieren von Wildtieren und deren Lebensräumen.
  • Spende an Tierschutzorganisationen: Du kannst auch regelmäßig an Tierschutzorganisationen spenden, um ihre Arbeit zu unterstützen.
  • Informiere Andere: Du kannst dein Wissen über Tierschutz und Tierrechte teilen, indem du Freunde, Familie und Kollegen darüber informierst, wie sie sich für Tiere einsetzen können.

Aktive Tierschutzarbeit

  • Freiwilligenarbeit in einem Tierheim oder Tierschutzverein: Du kannst dich bei einem Tierheim oder Tierschutzverein in deiner Nähe als Freiwilliger melden. Du kannst bei der Pflege der Tiere, bei der Reinigung der Einrichtung, bei der Organisation von Veranstaltungen und bei der Vermittlung von Tieren helfen.
  • Spenden: Du kannst Geld oder Sachspenden wie z.B. Futter, Reinigungsmittel, Streu an Tierheime und Tierschutzorganisationen spenden.
  • Adoptiere ein Tier: Wenn du auf der Suche nach einem Haustier bist, solltest du in Erwägung ziehen, ein Tier aus einem Tierheim zu adoptieren, statt ein Tier bei einem Züchter oder Zooladen zu kaufen.
  • Unterstütze politische Initiativen: Du kannst dich für politische Initiativen im Bereich des Tierschutzes einsetzen, z.B. durch Petitionen, Briefe an Abgeordnete oder Teilnahme an Demonstrationen.

Wie kann ich speziell den Auslandstierschutz unterstützen?

Immer wieder erreicht uns die Frage, wie man uns als Tierschutzverein, der im Ausland ansässig ist, helfen kann. Gerade vor Ort, in der täglichen Arbeit fehlen helfende Hände, die Anpacken in der Versorgung der Straßenkatzen. Doch auch, wenn du nicht ortsansässig bist, kannst du uns oder anderen Tierschutzorganisationen helfen. Im folgenden Abschnitt findest du eine Reihe an Möglichkeiten, ausländische Organisationen zu unterstützen.
  • Spenden:
    Man unterscheidet Sachspenden und Geldspenden. Erfahrungsgemäß werden beide Varianten benötigt. Solltest du Sachspenden verschicken wollen, halte unbedingt Rücksprache mit der Organisation. Sie teilt dir mit, was gerade benötigt wird. Oftmals sind es Handtücher, Desinfektionsmittel, Spezialfutter oder Medikamente. Bitte beachte, dass für den Versand ins Ausland hohe Versandkosten anfallen und das Paket mehrere Wochen unterwegs sein kann. Du solltest dir die Frage stellen, ob es wert ist, ein Paket loszuschicken. Oftmals ist die Spende von Geld lohnenswerter. Die meisten Tierschutzorganisationen bekommen keinerlei staatliche Unterstützung, die Existenz ist allein durch Spenden gesichert.
  • Adoption:
    “Adopt don’t shop” ist das Motto im internationalen Tierschutz, denn Tiere können nur gerettet werden, wenn auch genügend Kapazitäten zur Verfügung stehen. Indem du ein Tier von einer Organisation übernimmst, wird Platz für den nächsten Notfall geschaffen.
  • Flugpatenschaften:
    Du machst Urlaub in einem Land, in dem es viele Straßentiere gibt? Wie wäre es mit einer Flugpatenschaft? Viele Organisationen sind darauf angewiesen, dass Urlauber Tiere mitnehmen. Oftmals scheitert es aus finanziellen Gründen an alternativen Transportmöglichkeiten. Eine Flugpatenschaft ist mit keinerlei Kosten und Aufwendungen verbunden.
  • Unterstützung im Adoptionsprozess:
    Jedes potenzielle Zuhause für unsere Schützlinge wird auf Herz und Nieren geprüft. Dieser sogenannte Homecheck geschieht meistens mittels Videochat, Facetime, WhatsApp etc. Gerne kannst du sogenannte Vorkontrollenin deiner Umgebung durchführen, um ein potentielles Zuhause für ein Tier in Augenschein zu nehmen. Um eine Vorkontrolle durchzuführen, bedarf es einer kurzfristigen Unterweisung durch den Verein, vor allem aber geht es um dein Bauchgefühl, ob das Zuhause deiner Meinung nach für ein Tier geeignet ist.
  • Teilen auf Social Media:
    Positives Erscheinen auf den Sozialen Netzwerken sowie Mundpropaganda sind die Existenz vieler Tierschutzvereine, die keine öffentlichen Fördermittel bekommen. Durch das Teilen oder Kommentieren von Beiträgen kannst du auf wichtige Tierschutzthemen aufmerksam machen und für eine gewisse Sichtbarkeit sorgen. Ganz unabhängig davon, wie viele Follower du hast.
  • Pflegestelle
    Oftmals geraten Tierschutzorganisationen an ihr Limit, was den Platz vor Ort angeht, um ein Tier unterzubringen. Als Pflegestelle entlastet du eine Tierschutzorganisation im Ausland. Auch wenn deine Dienste nur temporär sind, so kann Platz für einen Notfall geschaffen werden. Außerdem sind Tiere besser vermittelbar, wenn sie auf der Pflegestelle besucht werden können von potentiellen Adoptanten.

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